Meredith Michaels-Beerbaum startet wieder durch und gewinnt den Großen Preis von Hagen a.T.W.
Einen schöneren Einstieg hätte sie sich nicht wünschen können: Den ersten internationalen Start nach ihrer Babypause hat die Spitzenreiterin Meredith-Michaels Beerbaum (GER) direkt in einen Sieg verwandelt (0/45,51 Sekunden). Mit Checkmate verwies die gebürtige Amerikanerin die 46 Starter aus 23 Nationen im Großen Preis der Bankhaus Lampe KG auf die Plätze und machte damit klar, sie ist wieder da und zwar genauso „gefährlich“ wie vor Ihrer Pause. Das gemeinsame Töchterchen mit Ehemann Markus Beerbaum, am gestrigen Tag gerade einmal zwei Monate alt, macht es der Weltcupsiegerin nicht schwer, Mutter und Spitzenreiterin in einem zu sein. „Hier in Hagen ist es das erste Übernachtungsturnier für Brianne. Sie ist immer und überall dabei, wir nehmen sie mit ins Restaurant und bisher ist sie wirklich sehr lieb. Es klappt alles sehr gut.
Nur eine Woche nach der Geburt saß die frischgebackene Mutter bereits wieder im Sattel. „Ich habe mir Shutterfly genommen, er ist mein Lieblingspferd, dem ich absolut vertraue. Zuerst bin ich nur Schritt geritten, dann nach einer Woche vorsichtig mal ein bißchen getrabt. Es war nicht einfach. Zuerst dachte ich, das dauert mindestens sechs Monate, bis ich wieder einsatzbereit bin, aber dann ging es doch schneller. Ich bin selber überrascht, dass es schon so gut geht. Meine Pferde sind meine Freunde, sie haben mich motiviert und mir sehr geholfen.“ Ehemann Markus Beerbaum hat die Pferde während der Babypause fit gehalten. Beide Top - Pferde sind nicht mehr die jüngsten und hatten während der langen Turnierpause ausreichend Zeit, sich mal eine Auszeit zu gönnen. „Shutterfly ist 17, Checkmate ist 15 Jahre alt. Es ist schön zu sehen, wieviel Spaß sie wieder am Turnier haben.“ Auf dem Turnierplan von Michaels-Beerbaum stehen zunächst Mannheim und eventuell Valencia, dafür müßte klein Brianne bereits das erste Mal in ein Flugzeug. „Ich habe mit meinem Mann wunderbare Unterstützung und habe natürlich auch noch zusätzliche Hilfe, aber ich möchte eine gute Mutter sein und mein Kind so wenig wie möglich abgeben müssen. Ich muß gucken, wie es weiter so geht und inwieweit sich das mit dem Sport vereinbaren läßt, oberste Priorität hat selbstverständlich meine Tochter.“
An zweiter Stelle im Großen Preis der Bankhaus Lampe KG der Australier James Paterson- Robinson und Lanosso (0/46,46 Sekunden). „Lanosso ist seit zwei Jahren bei mir, er hat nach der Hallensaison eine kleine Pause gehabt, von daher ist das heute für mich ein schöner Auftakt in die Außensaison“, so Paterson-Robinson, der seit zehn Jahren in Holland lebt. 2009 war er das erste Mal bei Horses & Dreams gestartet, hat sich jedoch nicht für den Großen Preis qualifizieren können. Dritte im Großen Preis - die Amazone Janne-Frederike Meyer (GER) mit Holiday by Solitour. Für den erst neunjährigen Schimmelwallach v. Contendro war es der erste internationale Start. „Natürlich konnte ich nicht damit rechnen, dass er mit seinen erst neun jungen Jahren hier direkt die Kohlen aus dem Feuer holt, von daher bin ich positiv überrascht bis euphorisch begeistert über den dritten Platz“, so die professionelle Springreiterin.
Horses & Dreams 2010 brach im übrigen alle Rekorde: Zur Mexiko- Auflage pilgerten in diesem Jahr über 61.000 Besucher. „Es waren anstrengende Tage und auch anstrengende Nächte“, zog der Hausherr und Veranstalter Ullrich Kasselmann am Ende des letzten Turniertages Resumée. „Die Parties waren wirklich sehr anspruchsvoll, aber ich habe bisher alles gut überstanden.“ Die einzigartige Pferdesportveranstaltung Horses & Dreams ist mittlerweile auf der ganzen Welt bekannt. Herumgesprochen hat sich auch die Gasfreundlichkeit auf dem Hof Kasselmann. „Man muß den Leuten freundlich begegnen. Die Reiter sind hier Gäste in Hagen und wenn man Gastfreundlichkeit dauerhaft etablieren kann, wird der Sport noch schöner werden“, verrät Kasselmann, der sich zum Ziel gesetzt hat, in jedem Jahr die Veranstaltung aus dem Vorjahr noch besser zu machen. In diesem Jahr ist es ihm wieder einmal geglückt.
Tinne Wilhelmson-Silfven gewinnt Grand Prix Special der Meggle Champions Tour 2010/2011
In der Einlaufprüfung am Vortag wurde Tinne Wilhelmson-Silfven (SWE) dritte, im Grand Prix Special, Preis der Meggle AG, siegte die schwedische Reiterin mit ihrem Favourit (75,00 Prozent) und öffnete sich damit die Tür zum Finale der Meggle Champions Tour in Dortmund im März 2011. Zweiter bei der ersten von insgesamt neun Qualifikationstationen der mit 50.000 Euro dotierten Serie wurde der Sieger der Einlaufprüfung Hubertus Schmidt (GER) mit Donnelly (74,37 Prozent). An dritter Stelle die Italienerin Valentina Truppa und der neunjährige Wallach Eremo del Castegno (73,80 Prozent).
Über das diesjährige Horses & Dreams meets Mexiko haben die Finalisten drei verschiedener Nationen nur Gutes zu sagen. „Die Stimmung war wirklich super hier“, so Wilhelmson-Silfven in ihrem abschließenden Resumée über die Veranstaltung. „Die Bedingungen waren hervorragend. Ich konnte super reiten hier und es hat großen Spaß gemacht vor soviel Publikum. So etwas ist wichtig für unseren Sport.“ Auch der Mannschaftsolympiasieger aus dem benachbarten Borchen, Hubertus Schmidt ist nicht umsonst ein vielgesehener Gast auf dem Hof Kasselmann. „Wer Ulli kennt, weiß, dass er immer noch etwas findet, was er besser machen kann. Horses & Dreams liefert jedes Jahr perfekte Bedingungen für den Sport und ein wichtiges Turnier für uns. Eine rundum gelungene Geschichte.“ Aufgrund seiner Leistungen wurde Hubertus Schmidt zum besten Dressurreiter der Veranstaltung Horses & Dreams meets Mexiko 2010 gekürt.
Hartwig Burfeind wiederholt seinen Sieg vom letzten Jahr im Berufsreiterchampionat
„Es hat wieder einmal großen Spaß gemacht“, so Hartwig Burfeind (GER), nach dem traditionellen Berufsreiterchampionat in Hagen a.T.W.. Mit Insa Hansen (GER) und Johannes Augustin (GER) tauschte er im Finale die Pferde und konnte mit einer Gesamtpunktzahl von 3813 Punkten die Prüfung erneut für sich gewinnen. Calvados, das Pferd von Insa Hansen, schien dem großgewachsenen Berufsreiter aus Sandbostel besonders zu liegen. „Ein tolles Pferd mit einer guten Piaffe Passage Tour. Wenn man so ein Pferd hat und die Möglichkeit bekommt, zu demonstrieren, dass man sich innerhalb von fünf Minuten mit einem Pferd so gut verstehen kann, macht es nicht nur Spaß sondern es ist auch interessant für das Publikum und gut für unseren Sport.“
Platz zwei ging an Johannes Augustin (3695 Punkte), der ebenfalls im letzten Jahr im Finale teilnahm, vor Insa Hansen (3673 Punkte). Die Ausbilderin vom Hof Kasselmann hat bereits zum vierten Mal am Finale teilgenommen.
Jeanette Haazen siegt in der Grand Prix Kür in Hagen a.T.W.
Dass die Holländer eine starke Reiternation im Dressursattel sind, bewies am heutigen Abend die Niederländerin Jeanette Haazen. Mit Nartan und einer Runde, die den Richtern 77,10 Prozent wert war, tanzte sich das Paar in der Grand Prix Kür, Preis der Systaic AG zum Sieg. An zweiter Stelle der Mannschaftsolympiasieger Hubertus Schmidt (GER) mit dem Trakehner Wallach Hinnerk TSF (75,60 Prozent) vor Victoria Max-Theurer (AUT) und Eichendorff auf Platz drei (75,55 Prozent)






