Erster Sieger in einem neuen Springen: „Alo“ in Hagen a.T.W. vorne
Premiere in Hagen bei Horses & Dreams meets Italy: Es wurde eine neue Form des Knock-Out-Springens ausgetragen. Reitsport-Legende Paul Schockemöhle hat das Novum entwickelt, um Springsport für Zuschauer vor Ort und vor den TV-Geräten noch interessanter zu machen. Dabei gestaltet sich der Modus wie folgt: Der Parcours wird geteilt, zwei Athleten treten gegeneinander an. Aber nicht wie beim klassischen KO-Springen, sondern es gilt, einen Umlauf nach Fehlern und Zeit zu überwinden. Das bessere Ergebnis kürt den Sieger. Aber der „Looser“ hat noch nicht verloren! Er erhält einen Joker: Überwindet er einen Steilsprung – dessen Höhe er selber wählen darf – ohne Abwurf, ist der Gewinner im Zugzwang. Auch er muss ebenfalls den Joker anreiten. Fällt die Stange, ist der „lucky Looser“ weiter! „Dieses Springen ist viel pferdefreundlicher und die Tiere werden nicht so überpowert“, erklärt Paul Schockemöhle. „Dennoch ist die Aufgabe anspruchsvoll, es sind acht Hindernisse und keine kleinen Sprünge.“
Acht Asse stellten sich der neuen Herausforderung: Im Finale trafen Janne-Friederike Meyer und Holiday by Solitour und Alois Pollmann-Schweckhorst mit Chacco-Blue aufeinander. Die Schleswig-Holsteinerin Meyer hatte einen Abwurf, ihre Konkurrent blieb fehlerfrei. Die Amazone nahm den Joker in Anspruch, alles blieb liegen. Aber der Chefbereiter von Paul Schockemöhle wollte sich seinen Sieg nicht nehmen lasse, flog mit dem Contender-Sohn vom Feinsten über das Holz und wurde zum neuen Champion proklamiert! „KO-Springen waren bei uns Springreitern früher nicht so beleibt, weil es nur um Speed ging“, erklärt der Sieger.
„Aber diese neue Form hat etwas mit Springsport zu tun. Es geht um Wendigkeit und Technik. Die Pferde bleiben am Springen, wie wir sagen, und ich denke, dass auch gerade diese eins-zu-eins-Situation sehr interessant für die Zuschauer ist.
Auch Veranstalter Ullrich Kasselmann war begeistert: „Das ist etwas Neues im Sport, hatte Spannung und Dramatik und das kam auch im Fernsehen rüber.“
Und es gab noch einen besonderen Reiz im KO-Springen. Die Reiter waren so in Gruppen aufgeteilt, das zusätzlich noch ein Länderkampf entschieden wurde: Norddeutschland gegen Nordrhein-Westfalen. Die Nordlichter siegten souverän.






